Die humanitäre Tradition der Jurasonnenseite entdecken

Von Mazzini, Ruffini und Karl Mathy

In der Mazzini-Gedenkstätte im Sonderpädagogischen Zentrum Bachtelen wurde das Zimmer, das dem italienischen Revolutionär Giuseppe Mazzini, der im Bachtelenbad Zuflucht gefunden hatte, als Besuchs- und Besprechungsraum gedient hatte, als kleines Museum eingerichtet.

Denn noch bevor das Bachtelen zum Kinderheim wurde, fanden viele andernorts Vertriebene in den vormals als Bachtelenbad bekannten Gebäudlichkeiten ein Obdach. Zusammen mit Mazzini auch die in Italien ebenfalls zum Tode verurteilten Freiheitskämpfer Giovanni und Agostino Ruffini. Nach gut zwei Jahren Aufenthalt in Grenchen zogen sie mit Mazzini 1837 weiter nach England. Giovanni Ruffini schrieb unter dem Titel «Das kleine Nest im Jura» gar eine spannende Geschichte aus seiner Zeit in Grenchen.

Dass das Bachtelenbad Schutz bietet, hatte sich in Europa herumgesprochen. Und so nahm 1837 auch der verfolgte deutsche Journalist und damalige Oppositions-Politiker Karl Mathy den Weg nach Grenchen auf sich. Er amtete in Grenchen als Lehrer bis er 1840 in Deutschland von den gegen ihn gerichteten politischen Vorwürfen freigesprochen wurde. Nach den Gebrüdern Ruffini wie auch nach Karl Mathy sind heute Grenchner Quartiere benannt.

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